„Es wurde bereits viel darüber gesprochen und geschrieben, am 30. April 2012 wird es ernst. Viele denken, bis dahin sei noch viel Zeit! Doch es sollte jetzt gehandelt werden. Denn weder Industrie noch der Handel und auch nicht die elektro- und informationstechnischen Handwerker werden in der Lage sein, in den letzten Tagen und Wochen vor diesem Termin mehrere hochwertige, digitale Geräte zu fertigen, zu liefern und zu installieren.
Um die Fernsehprogramme ohne Ausfall digital empfangen zu können reicht es oft nicht aus, die Satellitenantenne umzurüsten und den analogen Low Noise Blockconverter (LNB) durch einen Universal LNB zu ersetzen. Viele Empfangsanlagen müssen umgebaut werden. Dazu müssen Handwerker aufs Dach steigen, Teile ab- und anbauen und eventuell Kabel neu verlegen.
Bei Antennen an exponierter Stelle am Haus sind Blitzschutzmaßnahmen vorzunehmen. Bei Schäden durch fehlerhaft montierte Antennen zahlt keine Versicherung! Ungünstige Witterungsbedingungen in den nächsten Wochen können solche Arbeiten behindern. Deswegen empfiehlt die Innung, sich rechtzeitig an einen entsprechenden Innungsfachbetrieb zu wenden.
Bei analogem Satellitenempfang der Fernsehprogramme weisen Laufschriften im Bild auf die dringend notwendige Umstellung hin. Über der Videotextseite 198 in den Programmen Das Erste, ProSieben, RTL, Sat.1, ZDF und einigen Dritten Programmen kann man zusätzlich erfahren, ob man seine Fernsehprogramme noch analog oder schon digital empfängt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Fernsehsignal zu empfangen. Sei es über Kabel, terrestrisch über die Fernsehantenne oder über das Internet. Etwa zwei Drittel aller Fernsehzuschauer schätzen die Vielfalt der Programme aus dem All und empfangen ihr Fernsehprogramm über eine Schüssel auf dem Dach.
Die Zahl der Fernsehsender hat sich in den vergangenen Jahren ständig ausgeweitet. Da sich dieser Prozess fortsetzt, haben die Sendeanstalten großes Interesse, die noch bestehenden analogen Programme abzuschalten und die so genannten Transponder die eine Kapazitätsbegrenzung darstellen, statt für ein analoges Programm für mehrere digitale Programme zu nutzen.
Auch das hochauflösende HDTV lässt sich nur digital übertragen. Darüber hinaus wird bei digitaler Übertragung die Bildqualität auch bei Programmen in Standardauflösung sichtbar verbessert. Bei HDTV ist die Bildqualität aufgrund der erheblich höheren Pixelzahl deutlich gesteigert; gleichzeitig wird das Bildformat von 4:3 auf 16:9 geändert, was zu einem breiteren Format führt. Man nähert sich damit mehr dem Kinoformat an.“
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